Dermatologie
VivoSight –
Optische Kohärenztomografie (OCT)
für die Hautdiagnostik
Unser VivoSight OCT-Gerät ermöglicht eine präzise und nicht-invasive Kohärenztomographie der Haut. Hautärzte nutzen die hochauflösende Bildgebung für Hautdiagnostik und Hautkrebs-Vorsorge – direkt und zuverlässig in der Praxis.
Was ist Optische Kohärenztomographie (OCT)
Die Optische Kohärenztomographie (OCT) ist ein modernes, bildgebendes Verfahren, das die Haut bis in feine Schichten sichtbar macht – ganz ohne chirurgischen Eingriff. Hautärzte können damit hochauflösende Bilder in Echtzeit gewinnen und Veränderungen unter der Hautoberfläche präzise beurteilen. OCT wird daher auch als „optische Biopsie“ bezeichnet, da viele herkömmliche Gewebeproben überflüssig werden können.
Besonders in der Hautkrebs-Vorsorge, bei entzündlichen Hauterkrankungen und zur Verlaufskontrolle eröffnet OCT neue diagnostische Möglichkeiten.
OCT vs. konventionelle Hautkrebsvorsorge
| Konventionelle Diagnose | Diagnose mit OCT | |
|---|---|---|
| Ablauf | Mehrere Termine notwendig | Ein Termin genügt |
| Biopsien | Häufig erforderlich | Viele Biopsien können vermieden werden |
| Ergebnisse | Erst nach Laboruntersuchung | Sofort in Echtzeit verfügbar |
| Patientenkomfort | Belastend durch Eingriff und Wartezeit | Schonend, nicht-invasiv und schnell |
| Therapieplanung | Entscheidung oft verzögert | Direkte und präzisere Entscheidungsgrundlage |
VivoSight OCT-Gerät – modernste Technologie für die Hautdiagnostik
Das VivoSight OCT-Gerät macht die Optische Kohärenztomographie für die Praxis nutzbar. Es kombiniert hochauflösende Bildgebung mit einfacher Bedienung und schneller Verfügbarkeit der Ergebnisse – direkt während des Patiententermins.
Dermatologen profitieren von präzisen Einblicken in die Hautschichten bis zu 2 mm Tiefe, einer deutlichen Reduzierung unnötiger Biopsien und einer sicheren Grundlage für Therapieentscheidungen.
Das System ist durch zahlreiche Studien belegt und hat sich international in Kliniken und Praxen bewährt.
Ihre Vorteile mit VivoSight auf einen Blick:
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Nicht-invasiv: Viele Biopsien lassen sich vermeiden
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Präzise: Hochauflösende Bilder bis zu 2 mm Hauttiefe
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Schnell: Ergebnisse sofort verfügbar
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Sicher: Mehr Vertrauen bei Patienten & bessere Entscheidungsgrundlage für Ärzte
bis 2 mm unter die Haut
VivoSight liefert hochauflösende Bildgebung bis zu 2 mm unter der Hautoberfläche.
Sekundenschnelle Hautkrebsdiagnose
Der VivoSight-Scan ist in wenigen Sekunden erledigt und Bilder sind sofort verfügbar, kein langes Warten auf Ergebnisse.
Nicht-invasiv & schmerzfrei
VivoSight vermeidet unnötige Biopsien, beschleunigt Eingriffe und dokumentiert den Verlauf exakt.

Wie funktioniert der VivoSight OCT-Scanner?
Das Verfahren funktioniert ähnlich wie ein Ultraschall, jedoch mit Licht statt Schallwellen:
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Infrarotlichtstrahlen werden auf die Haut gerichtet.
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Unterschiedliche Hautstrukturen reflektieren das Licht auf verschiedene Weise.
-
Aus den Reflektionen entstehen hochauflösende Schnittbilder („optische Biopsie“) der Haut.
Mit der speziellen Dynamic-OCT-Technologie lassen sich zusätzlich Blutgefäße in Echtzeit darstellen. So erhalten Hautärzte nicht nur Bilder der Hautschichten, sondern auch wertvolle Informationen zur Durchblutung und zum Gewebe.
Das Ergebnis: Eine präzise, schnelle und nicht-invasive Hautdiagnostik, die häufig eine Biopsie überflüssig macht.

KI-basierte Diagnostik:
VivoSight DX Pro
Das neue VivoSight Dx Pro erkennt mithilfe künstlicher Intelligenz automatisch wichtige Hautkrebsmerkmale nach aktuellen Leitlinien – schnell, präzise und zuverlässig. Ein leistungsstarker NVIDIA-Prozessor sorgt für sofortige Analyse. Das intuitive Design und der VivoAID-Algorithmus erleichtern den Einstieg und machen die Anwendung für Ärzte und Praxisteams besonders einfach verständlich.

Technische Daten: VivoSight
Erleben Sie VivoSight im Einsatz
Hautkrebs-Vorsorge
Mit VivoSight lassen sich Basalzellkarzinome, Plattenepithelkarzinome, aktinische Keratosen und Morbus Bowen zuverlässig abgrenzen. So können unnötige Biopsien vermieden und Tumorränder präzise bestimmt werden.
Weitere Hautveränderungen
Auch bei Veränderungen wie Onychomykose (Nagelpilz) oder Krätze liefert die optische Kohärenztomografie wertvolle Informationen für eine sichere Diagnose.
Verlaufskontrolle
Nach einer Behandlung ermöglicht VivoSight die Kontrolle, ob ein Tumor vollständig entfernt wurde – und unterstützt so eine klare Dokumentation des Therapieerfolgs.
Anwendungsfälle: VivoSight im Einsatz
In unseren Fallstudien können Sie typische Einsatzfälle wie z.B. zur Erkennung von Hautmetastasen eines amelanotischen
Melanoms oder zur Charakterisierung einer großen, klinisch oberflächlichen Läsion und zur Verlaufskontrolle nach der Primärdiagnose.

Durch über 50 Studien geprüft
Es gibt bis zum heutigen Zeitpunkt über 50 von Experten geprüfte Veröffentlichungen über das VivoSight in der Praxis. Auch durch Berichterstattung in Fachforen und während Workshops bei großen dermatologischen Konferenzen wird VivoSight als Standard in der Diagnose etabliert.
User Story von Dr. Marco Fuchs
- Welche Erlebnisse hat Dr. Marco Fuchs gemacht und welche besonderen Herausforderungen oder Erfolge hat er dabei erlebt?
- Wie gestaltet sich der Alltag in der Praxis mit VivoSight und welche spezifischen Vorteile oder Schwierigkeiten treten im täglichen Betrieb auf?
- Ist die Investition in diese Technologie lohnenswert?
- Welche langfristigen Auswirkungen oder Verbesserungen kann sie für die Praxis und die Patientenversorgung mit sich bringen?
Unser Team
Ihre Experten für OCT & Hautdiagnostik
Mit unserer langjährigen Erfahrung in der Entwicklung und Betreuung von medizintechnischen Geräten begleiten wir Hautärzte in ganz Deutschland bei der Einführung der optischen Kohärenztomographie.
Unser Anspruch ist es, Sie von der ersten Beratung über die Installation bis hin zu Schulungen und Service langfristig zu unterstützen. So stellen wir sicher, dass Sie das volle Potenzial von VivoSight in Ihrer Praxis nutzen können – für präzisere Diagnosen, zufriedene Patienten und sichere Therapieentscheidungen.
Häufige Fragen & Antworten
Wozu wird VivoSight verwendet?
VivoSight wird zur Diagnose und Überwachung der Behandlung von nicht-melanozytärem Hautkrebs (NMSC) verwendet.
Was ist VivoSight?
VivoSight ist ein revolutionäres, [portables] medizinisches Scan-Gerät, das nicht-invasiv arbeitet und detaillierte Bilder der Hautschichten unterhalb der Hautoberfläche erzeugt. Der Hautarzt erhält mit diesem Verfahren mehr Informationen, da er sozusagen unter die Hautoberfläche sieht. Er kann so eine bessere, fundiertere Diagnose stellen.
Wie funktioniert VivoSight?
VivoSight ähnelt in der Funktionsweise einer Ultraschalluntersuchung, nutzt aber Licht statt Ultraschall zur detaillierten Abbildung der Gewebeschichten direkt unter der Hautoberfläche. Das Licht wird von verschiedenen Hautstrukturen jeweils anders reflektiert, so dass Anomalien auf dem Scan leicht zu identifizieren sind.
Warum sind diese Bilder hilfreich in der Dermatologie?
Die zusätzlichen Informationen, die der Hautarzt mit dem VivoSight-Scan erhält, ermöglichen es ihm:
- die Läsion zu beurteilen
- die bestmögliche Behandlungsmethode auszuwählen
- den Behandlungsverlauf zu überwachen
- zu überprüfen, ob die Behandlung erfolgreich war
Was ist "OCT"?
OCT steht für „optische Kohärenztomografie“ und ist ein auf Laserstrahlen basierendes
Untersuchungsverfahren. Man kann damit Hautgewebe abbilden, ähnlich wie mit Ultraschall, aber mit
wesentlich höherer Auflösung und Qualität.
Die OCT wurde anfangs der 90er Jahre in den USA am MIT entwickelt und ist mittlerweile eine
Standardtechnologie, die z.B. von Augenärzten zur Abbildung der verschiedenen Schichten der
Netzhaut eingesetzt wird. Mittlerweile hat sich die OCT aber auch in anderen Bereichen der
medizinischen Anwendung etabliert, zum Beispiel in der Dermatologie.
Wie funktioniert ein OCT Scan in der Praxis?
Der Sensorkopf des Geräts wird auf die entsprechende Hautstelle aufgesetzt und per Knopfdruck ein
automatischer Scan aktiviert. Innerhalb von 20 Sekunden wird eine Fläche von 6mm x 6 mm erfasst. Der
Sensorkopf bleibt während der Aufnahme ruhig auf der zu untersuchenden Stelle. Weder benötigt man
ein Gel, noch müssen andere Vorbereitungen getroffen werden. Das Gerät ist zudem selbstkalibrierend
und braucht deshalb keine Eichung. Im Sensorkopf ist außerdem eine Mikrokamera verbaut, welche
eine exakte Positionierung ermöglicht. Die Handhabung ist einfach und unkompliziert, sodass die
Anwendung problemlos an Assistenten/innen oder TAs delegiert werden kann. Die Bilddaten werden
automatisch auf dem Gerät gespeichert und können direkt oder zu einem späteren Zeitpunkt vom Arzt
beurteilt werden. Somit kann man ganz einfach mehrere Läsionen während einer Sitzung untersuchen.
Ist ein Scan mit dem VivoSight OCT ungefährlich?
Ja, der VivoSight Scanner ist absolut ungefährlich. Er ist für die klinische Anwendung zugelassen und
CE zertifiziert. Der verwendete Laser entspricht der Klasse 1 (Niedrigstenergie-Laser),
dementsprechend braucht man keinen Augenschutz oder sonstige Sicherheitsvorkehrungen. Zwischen
Scans ist es nur notwendig, die Aufsätze am Sensorkopf mit Desinfektionsmittel zu reinigen, um
mögliche Infektionsübertragungen zwischen Patienten zu vermeiden.
Was zeigen OCT Aufnahmen?
Stellen Sie sich OCT wie Ultraschall aber mit einer viel höheren Auflösung vor. Die Mikrostruktur des
Gewebes und der Blutgefäße wird mit einer Bildqualität ähnlich wie in der Histologie mit geringster
Vergrößerung dargestellt. Es ist zwar nicht möglich einzelne Zellen zu sehen, aber die verschiedenen
Hautschichten, Hautanhangsgebilde sowie etwaige Veränderungen der Gewebestrukturen (z.B.
Tumornester) sind deutlich erkennbar. VivoSight OCT Bilder ähneln vertikalen Gewebeschnitten, wie
man sie aus der Histologie kennt. In einem einzelnen Scan erfasst VivoSight automatisch einen "Stapel"
von 120 Bildern über einen Bereich von 6 mm x 6 mm. Durch den engen Abstand zwischen den
einzelnen Bildern von 0,05 mm, übersehen Sie keine krankhafte Veränderung!
Was genau erfasst der Laser-Scan?
OCT funktioniert mittels eines Lasers im Nah-Infrarot-Bereich (NIR). Im Hautgewebe wird dieser
Sensorstrahl unterschiedlich „gestreut“, hauptsächlich durch Keratin und Kollagen, welches dann im Bild
hell erscheint. Im Gegensatz dazu absorbiert Blut den Sensorstrahl und erscheint deshalb dunkel. Ein
unterschiedlicher Melaningehalt der Haut ist bei dieser Messung aufgrund der verwendeten
Wellenlängen nicht relevant.
Ich kenne die konfokale Lasermikroskopie (RCM) – funktioniert OCT ähnlich?
Nein, Reflectance Confocal Microscopy (RCM) ist eine andere Methode. RCM kann aufgrund der
verwendeten Wellenlängen nicht tiefer als max. 0,25 mm in die Haut eindringen. Das VivoSight OCT
kann das Gewebe bis zu einer Tiefe von 1,0 mm abbilden. Zudem hat OCT ein sehr viel größeres
Sichtfeld (6 mm x 6 mm) als die verfügbaren RCM Geräte (max. 1,0 mm x 1,0 mm). RCM-Bilder
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entstehen als horizontale Schnittbilder, während OCT-Bilder vertikal („cross-sectional“) sind. Das
bedeutet, dass OCT Bilder einen größeren und tieferen Hautbereich abdecken, wenngleich mit
geringerer Bildauflösung als RCM. In der Regel ist ein OCT-Scan deutlich schneller durchzuführen und
OCT-Bilder sind leichter zu interpretieren. Die Anwender bevorzugen OCT gegenüber RCM
insbesondere für viele Anwendungen im Bereich des „hellen“ Hautkrebses (nicht-melanozytärer
Hautkrebs bzw. NMSC).
Wozu dient OCT in der Dermatologischen Praxis?
Der VivoSight OCT Scanner ist ein leistungsfähiges, bildgebendes Diagnostikgerät mit einer breiten
Palette von Anwendungsmöglichkeiten. Seit der Markteinführung des Scanners im Jahr 2011 wird er
hauptsächlich zur Diagnose, für Therapie-Planung und Therapie-Monitoring von hellem Hautkrebs – vor
allem beim Basalzell-Karzinom (BCC) – eingesetzt.
Der VivoSight OCT Scanner wird insbesondere in folgenden Fällen eingesetzt:
1. Frühe Diagnose von NMSC und folglich der Vermeidung unnötiger Operationen und Biopsien
2. Therapie-Entscheidungen, vor allem zwischen invasiver oder nicht-invasiver Therapie
3. Überwachung und Kontrolle des Behandlungsverlaufs – um festzustellen, ob der Tumor komplett
verschwunden ist oder Residuen vorhanden sind
4. Präoperative Kartierung des Tumors vor der chirurgischen Entfernung um ev. Nachoperationen zu
verhindern bzw. zu reduzieren
Von 2011 bis 2016 wurden in Deutschland etwa 50.000 NMSC-Patienten in mehr als 40
dermatologischen Praxen und Krankenhäusern gescannt – und die Zahl steigt ständig.
BCCs sind normalerweise klinisch einfach zu erkennen – wozu also einen zusätzlichen Scanner?
OCT ist von großem Nutzen speziell für die treffsichere Diagnose von BCCs in einem sehr frühen
Stadium. Das ist besonders wichtig, wenn sie BCCs nicht-invasiv behandelt werden können oder sollen,
z.B. mit topischer Chemotherapie oder Photodynamischer Therapie (PDT). Das erspart dem Patienten
ein Operation und eventuelle Narben. Die Anwender des VivoSight OCT sind überzeugt, dass ihnen das
OCT hilft Krebs frühzeitig zu erkennen. Man kann am Patienten ganz einfach und schnell viele der
verdächtigen Läsionen scannen. Im Gegensatz dazu könnte man nicht alle dieser verdächtigen
Läsionen biopsieren.
In drei großen, prospektiven, multizentrischen klinischen Studien übertraf VivoSight OCT deutlich die
alleinige klinische Beurteilung und die dermatoskopische Untersuchung von verdächtigen, aber klinisch
nicht eindeutigen, rötlichen Läsionen.
Macht das OCT Biopsien überflüssig? – Was wenn ich das BCC übersehe?
Üblicherweise wird das OCT auf „Rule-In“-Basis verwendet. Das bedeutet, man verwendet den Scanner
um Tumoren frühzeitig zu diagnostizieren, wenn man Sie im OCT erkennt. Meistens behandelt man
dann mit nicht-invasiven Therapien – eine Biopsie ist dann nicht erforderlich. Die Tumor-Nester sind auf
den Scanbildern meist sehr deutlich erkennbar (siehe Abb. 2). Sollte der Scan aber keine eindeutigen
Anzeichen für einen Tumor zeigen, die Läsion aber dennoch verdächtig erscheinen, würde man wie
bisher eine Biopsie entnehmen. Wie die bisherigen klinischen Studien zeigen, können auf diese Weise
etwa 40% der diagnostischen Biopsien vermieden werden.
Wie kann OCT Sie bei Ihrer Therapie-Entscheidung unterstützen?
VivoSight OCT Bilder liefern nützliche Zusatzinformationen für Dermatologen um eine adäquate
Therapie auswählen zu können. Vor allem ist es wichtig, ob Sie operativ oder nicht-invasiv behandeln.
Diese Entscheidung können Sie aufgrund der zusätzlichen Information aus dem VivoSight, wie
Tumorgröße, Invasionstiefe und Subtyp, treffen. Zum Beispiel reagieren oberflächliche BCCs, die
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weniger als 0,5 mm tief sind, sehr gut auf nicht-invasive Behandlungsformen. Im Gegensatz zu einer
Biopsie können Sie mittels OCT die komplette Läsion beurteilen. Das erlaubt eine rasche und exakte
Abgrenzung der Tumorausdehnung, welche die Auswahl der passenden Therapie natürlich stark
beeinflusst.
Wie kann man OCT zur Kontrolle des Behandlungsverlaufs einsetzen?
Bei jeder Kontroll-Untersuchung kann die Läsion mit OCT gescannt werden, um festzustellen, ob der
Tumor verschwunden ist noch Tumor-Reste vorhanden und weitere Behandlungen notwendig sind. Die
nicht-invasive Behandlung einiger Subtypen kann manchmal zu einem klinisch unauffälligen Befund
führen obwohl unterhalb noch Tumoranteile versteckt sind. Ohne die zusätzliche Information aus dem
OCT kann dies zu einer vorzeitigen Beendigung der Therapie und damit zu einer unerwünschten
Rezidivausbildung führen. Mit OCT können solche Situationen leicht verhindert werden.
Wie kann man OCT zur Tumorrandbestimmung verwenden?
VivoSight OCT wird auch verwendet um Tumorränder vor der Operation abzubilden. Auf diese Weise
werden unangenehme, kostspielige und zeitaufwändige Nachresektionen reduziert. Die Vorgehensweise
ist relativ einfach: Mit einem speziellen Stift markiert der Arzt den klinisch abschätzbaren Schnittrand.
Das VivoSight OCT wird dann verwendet um diese Grenze zu überprüfen. Finden sich außerhalb dieser
Markierung noch Tumoranteile, wird der Schnittrand angepasst und in einem weiteren Scan begutachtet.
Dies wird solange fortgeführt bis die Markierung den kompletten Tumor eingrenzt. Es dauert wenige
Minuten, um die Grenze eines kleinen BCC abzubilden. Diese Technik kann sowohl zur Unterstützung
der Mohs-Chirurgie als auch zur Standard-chirurgischen Exzision verwendet werden. Dadurch kann man
die Anzahl der Operationen, die erforderlich sind, um eine komplette Resektion zu erreichen, signifikant
reduzieren.
Gibt es noch weitere Anwendungsgebiete für OCT?
Es gibt eine ganze Reihe von interessanten Anwendungen, die unterschiedlich gut durch Studien
untersucht und belegt sind.
Hier finden Sie eine kurze Liste mit den weiteren Anwendungsmöglichkeiten für das VivoSight OCT:
• Differentialdiagnose von Onychomykosen gegen Psoriasis-Nägel oder Nagel-Trauma: Die
Anwender vertreten den Standpunkt, dass der Einsatz von OCT auf diesem Gebiet deutlich
sensitiver ist als die gängigen Techniken der Probenentnahme.
• Diagnose von Skabies: Die Milben und ihre Gänge können direkt mit dem OCT abgebildet
werden.
• Diagnose von Blasen-bildenden Krankheiten: Das OCT macht es möglich zu sehen, welche
Hautschichten delaminieren.
• Optimierung der Laserbehandlung von Gefäßveränderungen: Mit dem OCT ist es möglich, die
Tiefe der Gefäße und deren Durchmesser zu bestimmen. Anhand dieser Information können die
Einstellungen am Laser angepasst werden und das führt zu deutlich besseren Ergebnissen.
Braucht das VivoSight OCT Gerät viel Platz?
Der Scanner an sich ist auf einem Wagen befestigt, ist 60 cm x 60 cm breit und kann somit zwischen
Untersuchungszimmern hin- und her gerollt werden. Sie brauchen nur einen normalen 220 V
Stromanschluss.
Wie wartungsintensiv ist das Gerät und gibt es Verbrauchsmaterialien?
Der VivoSight OCT Scanner wurde so konzipiert, dass er wartungsarm ist. Natürlich ist es wichtig, das
Gerät sauber zu halten sowie starke Stöße zu vermeiden. Es gibt keine Verbrauchsmaterialien. Das
VivoSight braucht auch keine Kalibrierung. Der Scanner verfügt über WLAN- und Netzwerk-Anschlüsse.
Über die Fernwartung können System-Checks, Fehler-Diagnosen und ggf. Software-Updates problemlos
und unkompliziert durchgeführt werden.
Eine Biopsie ist sehr schnell erledigt. Warum sollte das OCT mir Zeit sparen?
Die aktuellen Anwender berichten das Gegenteil! OCT ist effizienter als eine Biopsie, wenn der Workflow
entsprechend organisiert ist. Ein Arzthelfer oder eine Krankenschwester kann den/die Scan/s
durchführen, sodass der Arzt nur die OCT-Bilder begutachten muss. Das weitere Vorgehen wird direkt
mit dem Patienten besprochen, ohne auf das Biopsie-Ergebnis warten zu müssen.
Wie viele Patienten muss man scannen um wirtschaftlich zu arbeiten?
Das hängt von Ihrer Praxis ab. Typische Praxen mit einem OCT-Scanner untersuchen ca. 30-40
Patienten pro Monat und 1-2 Läsionen pro Patient. Die Erstattung für Privatpatienten beträgt ca. € 125
pro Patient in Deutschland und für öffentlich krankenversicherte Patienten werden durchschnittlich € 60
über das IGEL-System verrechnet. Anhand einer solchen Berechnung würde sich das Gerät innerhalb
von 2 Jahren amortisieren.
Wie schwer ist es, den Umgang mit dem Scanner zu lernen und die Bilder auszuwerten?
Die Handhabung des Scanners ist unkompliziert und schnell zu erlernen. Das ist definitiv der einfache
Teil und kann innerhalb eines Tages erlernt werden. Die Interpretation der Bilder dauert länger und man
braucht ein wenig Übung. In der Regel stellen neue Anwender aber die ersten Diagnosen von
einfacheren Fällen in den ersten Tagen. Mit der Zeit und bei regelmäßiger Nutzung steigt die Lernkurve
aber steil an.
Schulungsunterlagen und Fortbildungsveranstaltungen stehen zur Verfügung:
• Wir liefern mit dem Scanner den "OCT-Atlas". Dieser enthält Bilder von vielen verschiedenen
Arten von Läsionen, im Vergleich zur Histologie, gesammelt und interpretiert von OCT-Experten.
• Eine umfassende Einführung in Form von Vorträgen finden Sie online unter www.dermasymposium.de. Dort können Sie mehr über OCT erfahren und sogar CME-Punkte verdienen.
• In Deutschland gibt es außerdem regelmäßige OCT-Training-Workshops, verteilt im ganzen
Bundesgebiet.
Was halten Patienten vom OCT?
Die Patienten schätzen die OCT Scans sehr. Das Verfahren ist aus folgenden Gründen sehr beliebt:
• Patienten ziehen es vor, Biopsien soweit wie möglich zu vermeiden und unterziehen sich lieber
einer nicht-invasiven Untersuchung genauso wie nicht-invasiver Behandlung.
• Das Ergebnis eines OCT Scans steht sofort zur Verfügung und es gibt dementsprechend keine
lange, ungewisse Wartezeit – wie bei einer Biopsie.
• Weil das Untersuchungsergebnis schnell und direkt vorliegt, kann die weitere Behandlung oft in
derselben Sitzung besprochen oder sogar begonnen werden, was Patienten als sehr vorteilshaft
empfinden.
• Patienten empfinden das OCT definitiv als Verbesserung der ärztlichen Betreuung